Geschichte

Oberlin Kirchengemeinde in Potsdam-Babelsberg mit langer Tradition

Die Kirchengemeinde im Oberlinhaus gibt es seit 1895. Die Diakonissen des Oberlinhaus hatten in einem Andachtsraum in ihrem Mutterhaus an der Rudolf-Breitscheid-Straße im damaligen Nowawes – dem heutigen Potsdam-Babelsberg – Gottesdienste und täglich Andachten gefeiert. Sie bildeten eine eigene Gemeinde. In den 1940er- und 1950er-Jahren kamen neben des Diakonissen immer mehr Mitarbeitende des Oberlinhaus hinzu.

Oberlinkirche: Einweihung mit kaiserlicher Unterstützung

Die Oberlinkirche wurde im Jahr 1905 eingeweiht. Den Diakonissen des Oberlinhaus hatte für Gottesdienste eine Kapelle im Mutterhaus zur Verfügung gestanden. Für das geistliche Leben der Schwesternschaft und der Bewohnerinnen und Bewohner im Oberlinhaus bestand jedoch der Wunsch nach einer eigenen Kirche. Mehr als 6 Jahre lang wurden Spenden gesammelt.

Wilhelm II., der letzte deutsche Kaiser und König von Preußen, unterstütze den Bau der Kirche nach den Plänen des Architekten Ludwig von Tiedemann mit 5000 Mark. Grundsteinlegung war 1899, die Bauarbeiten begannen 1903. Die malerisch um den Glockenturm gruppierte neugotische Oberlinkirche ließ von Tiedemann mit weißem Rüdersdorfer Kalkstein im Wechsel mit rotem Backstein verblenden. Der überwölbte Kirchenraum weitet sich rechts zu einem emporengefüllten Seitenschiff.

Zur Einweihung am 12.01.1905 schenkte Kaiserin Auguste Viktoria dem Oberlinhaus eine Bibel mit Widmung. Die Bibel wird heute im historischem Archiv des Oberlinhaus aufbewahrt.

Ihre Ansprechpartner

Elke Gerstl

Gemeindepädagogin